| Kitchen Mystery |
Area 51, Stonehenge, Bielefeld, meine Küche... Was haben alle diese Orte gemeinsam? Es sind mysteriöse Orte. Ja, ganz recht: Meine Küche ist ein mysteriöser Ort. Vermutlich, weil es so ein ruhiger Ort ist, an dem ich nur selten zu finden bin. Ideal für magische Kräfte, Risse in andere Dimensionen und parallele Universen, die sich dort ungestört entfalten können.
Die Sache mit den Topflappen
Es liegt inzwischen schon ein paar Jahre zurück, da wollte sich mein Freund Topflappen von mir borgen. Da ich sie selbst kaum gebrauche, hängen sie stets an ihrem Platz neben dem Herd. Das war auch meinem Freund bekannt. Er stand im Türrahmen zur Küche, als er mich nach ihnen fragte. Ich war gerade mit dem Einräumen meines Kühlschrankes beschäftigt und antwortete: "Klar, nimm sie dir." Als er sich erkundigte, wo sie denn seien, schaute ich auf und sah, dass sie nicht an ihrem Haken hingen. Nun ist meine Küche nicht sehr groß und daher recht übersichtlich. Dennoch konnte ich die Topflappen nirgends finden. "Das ist komisch, ich hab sie sonst immer hier hängen" sprach ich und sah zurück zum Haken. Und da hingen sie! Jetzt sah sie auch mein Freund, der sich die Zeit über nicht aus dem Türrahmen bewegt hatte.
Die Sache mit den Meisen
Man sagt, Tiere seien sensibler als Menschen. Sie nehmen Dinge anders wahr, wittern Gefahren oder geben uns Auskunft über das Wetter. Woher sie ihr Wissen nehmen ist nicht immer bekannt. Unbekannt ist auch, was Kohlmeisen in meine Küche zieht. Letzten Juni schlüpften gleich zwei durch mein gekipptes Küchenfenster hinein. Und sie waren nicht die ersten Besucher im Federkleid. Alles Zufall oder folgen die gefiederten Freunde einem geheimnisvollen Ruf, der sie jegliche Scheu vergessen lässt und in meine Küche lockt?
Die Sachen mit der Todestüte
Im letzten Jahr erhielt ich zu meinem Einkauf in der Drogerie "Ihr Platz" kostenfrei eine Tüte dazu. Sie war beidseitig mit einem liegenden Mann bedruckt, der seinen Kopf auf seiner Hand abstütze und ein Gänseblümchen im Mund hatte. Noch heute findet man ihn als Werbegesicht auf der Internetpräsenz des Drogeriemarktes.
Nach meiner Heimkehr leerte ich die Tüte und legte sie in meine Küche. Als umweltbewusster Mensch verwende ich Tüten mehrmals und lagere einen nicht enden wollenden Vorrat unter der Spüle. Dort wollte ich diese auch zeitnah unterbringen. Da ich wie oben erwähnt jedoch nur selten in meiner Küche tätig werde, zogen ein paar Tage ins Land, bis ich die Plastiktasche erneut zur Hand nahm. Als ich sie zum falten glätten wollte, entdeckte ich auf der Stirn des aufgedruckten Mannes etwas, dass wie Marmelade aussah. Nun verwende ich keine Marmelade und auch sonst ist nichts in meiner Küche von dem diese rote Substanz hätte stammen können. Bei genauer Betrachtung, war sie auf einen Bereich der Tüte beschränkt, der sich farblich vom Rest des Aufdrucks unterschied. Ein grüner, kantiger Bereich mitten auf der Stirn des Mannes. Im Zusammenspiel mit der roten Substanz erschien das Ganze wie ein Kopfschuss.

War das ein Zeichen? Sah ich hier womöglich in die Zukunft, oder war dem Model bereits etwas Derartiges zugestoßen? Ein beunruhigender Gedanke. Bis heute fand sich auch für dieses Phänomen keine logische Erklärung.
| Kommentare (2) |
![]() 10.04.2009 - 21:21 Uhr Wie Ihr ja wisst, haben Stephan und ich uns getrennt. Er hat nun Urlaub und ist heute vor einer Woche mit Laurin zu seinen Eltern nach Düsseldorf gefahren. Die beiden kommen am Sonntag wieder. Ich bin also schon die ganze letzte Woche alleine. Am heutigen Karfreitag haben meine Eltern mich zu sich zum Essen eingeladen. Mein Papa hat mich abgeholt, weil Stephan das Auto mit hat, hab ich keins. Da ich nach der endgültigen Trennung (wir wohnen noch vorrübergehend zusammen) ebenfalls kein Auto mehr haben werde, weil das jetzige Stephan gehört, hat meine Mama mir angeboten, sie schenkt mir ihr Fahrrad. Darüber habe ich mich sehr gefreut. Wir haben letztes Jahr für Laurin einen Fahrradkindersitz und einen Fahrradhelm gekauft, da wir aber nie Fahrrad gefahren sind, stand das im (abgeschlossenen) Keller. So wollte ich heute die Gelegenheit nutzen, und den Sitz mit zu meinen Eltern nehmen, damit mein Papa das an dem Fahrrad montieren kann und ich wäre dann mit dem Rad heim gefahren. Nun wollte ich also heute vormittag den Sitz aus dem Keller holen, und was war? Kein Kellerschlüssel auffindbar. Der liegt normalerweise immer im Schlüsselkasten, und wenn er da nicht liegt, hat Stephan ihn. Ich hab ihm eine SMS geschickt, wo der Kellerschlüssel ist, weil ich den Sitz holen will. Keine Reaktion, bis jetzt nicht. Ich war verärgert und sauer, weil das nicht das erste Mal war. Stephan hatte nämlich letzten Freitag, bevor er gefahren ist, noch den Kinderwagen aus dem Keller geholt, also lag der Verdacht nahe, dass er den Schlüssel mitgenommen hat. Nun gut, dachte ich, ich kanns nicht ändern, muss ich eben bis Sonntag warten, bis Stephan wieder da ist, und dann nochmal zu meinen Eltern. Den Nachmittag hab ich dann mit einer Freundin in Karlsruhe im Schlosspark verbracht, die Sonne schien herrlich und es war schön. Daheim angekommen, bin ich erstmal ausgiebig in die Badewanne. Als ich eben aus der Wanne kam, lief ich ins Schlafzimmer, weil ich meine Socken vergessen hatte. Und was liegt da am Fußende meines Bettes? Der Kellerschlüssel!!! Ich hab zweimal hinschauen müssen, weil ich mir das einfach nicht erklären kann. Ich kann unmöglich schon eine Woche alleine in meinem Bett geschlafen haben, und der Schlüssel lag da und ich habs nicht gemerkt. Ich hab heute allerdings auch nichts aufs Bett gelegt bzw. nichts dort gemacht. Also wie bitte kommt der Schlüssel dahin?? Zufall? Schicksal? Wie auch immer, aber es ist mir unheimlich *g*.
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Also wie bitte kommt der Schlüssel dahin?? Zufall? Schicksal? Wie auch immer, aber es ist mir unheimlich *g*.